Lesen Sie hier den Bericht unseres Mitglieds Herbert Nolden über seinen Besuch bei GRP
Hier finden Sie den Inhalt sämtlicher Rundbriefe eines Jahres
Neuigkeiten aus Recife, Dezember 2002
Neuigkeiten aus Recife, Januar 2003
Mitgliederversammlung am Mittwoch, den 5.2.2003
Neuigkeiten aus Recife, Februar/März 2003
Neuigkeiten aus Recife, April/Mai 2003
Neuigkeiten aus Recife, Mai/Juni 2003
Neuigkeiten aus Recife, September 2003
Neuigkeiten aus Recife, Oktober/November 2003
Neuigkeiten aus Recife, Dezember 2003/Januar 2004
Neuigkeiten aus Recife, Februar/März 2004
Neuigkeiten aus Recife, April 2004
Neuigkeiten aus Recife, Dezember 2004 / Februar 2005
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+++Infobrief Dezember 2004/Januar 2005/Februar 2005+++
“Sítio Capim de Cheiro”: An der Weihnachtsfeier auf dem Sítio nahm ein brasilianischer Freiwilliger teil, der gemeinsam mit den Kindern und Erwachsenen ein schönes Abendessen vorbereitete. Es gab Acarajé, Salate und Hühnchen an Tamarindo-Soße. Der Heilige Abend verlief sehr schön, es gab Tanz-, Theater- und Perkussionsvorführungen, begleitet von vielen Emotionen und Besuchern aus anderen Institutionen. Angeregt durch den Erfolg dieser Feier enstand die Idee zu einem kulinarischem Workshop, geleitet durch den Freiwilligen, der professionell mit französischer Küche arbeitet. Es sind zwei weitere kulinarische Workshops für die Zeit nach Karneval geplant, mit dem Ziel, die Erwachsenen für die Kochkunst zu sensibilisieren. Luan Araníjo (“morador” auf dem Sítio) ist wieder in das Haus seiner Familie zurückgekehrt, nachdem er auf dem Sítio gelebt hat. Momentan erhält er Dokumente, um an einem berufsbildenden Kurs teilzunehmen.
Karneval: Die Diskussion mit der “Prefeitura de Caaporã” und dem “Comeicio local” wurde wieder aufgenommen. Das erarbeitete Thema lautete “sozialer Einschluss” (inclusão). Unter dem Motto “Leben und Lernen” zog am Abend der “bloco” durch Caaporã, die feiernde Menge hinter sich herziehend in einem animierenden Karneval. Die Perkussionsgruppe war für die weitere Unterhaltung zuständig.
Umgestaltung des Sítio: Die Häuser für die “moradia” und die Zwei-Tages-Prozess-Kinder wurden fertiggestellt. Sie sind sehr schön geworden und vermitteln viel Behaglichkeit und Freude. Unglücklicherweise haben wir es noch nicht geschafft, die Renovierung des Speisehauses in Angriff zu nehmen.
“Rede Tecendo Parcerias”: Die “Rede Tecendo Parcerias” steckt in einem Prozess der Umstrukturierung ihrer Leitung, da dem Koordinator des Netzwerkes gekündigt wurde. Wir müssen uns noch näher mit den Zielen und Grundsätzen des Netzwerkes auseinandersetzen. Um die interne Verwaltung des Netzwerkes neuzugestalten und die Leitung zu redefinieren, treffen wir uns im Rahmen eines großen Seminares am 01. und 02. März 2005. Es werden 14 Institutionen, die das Netzwerk bilden, erwartet. Wir hoffen, dass dieses Seminar zu einer erfolgreichen Umstrukturierung führt.
Analyse des sozial-familiären Programmes: Am 01. und 02. Dezember 2004 fand die Analyse des sozial-familiären Programmes im Zumbi Safári statt. Es nahmen 45 Familienmitglieder teil, die von Ruas e Praças betreut werden und das Treffen wurde von fünf Erziehern geleitet.
Begonnen wurde mit einem dynamischen Rückblick, in dem Fotos und anderes Material, welches das Jahr über gesammelt wurde, vorgeführt wurde. Unter anderem kamen dabei Texte, Videofilme und CDs zum Einsatz. Auf Basis dieses Hintergrundes wurde der Rückblick über die erlebten Aktivitäten gemeinsam mit den Teilnehmern und Erziehern realisiert.
Als nächstes wurde die Frage aufgeworfen, was die Familienmitglieder Positives aus der Arbeit mit Ruas e Praças ziehen konnten bzw. was sie im vergangenen Jahr durch die Teilnahme am sozial-familiären Programm lernen konnten. Die Teilnehmer berichteten über das, was sie gelernt haben, folgendes:
* Dass Frauen und Maenner die gleichen Rechte haben und dass man geschlossen dieses Recht einfordern kann.
* Ihren Kindern Ratschläge zu geben
* Eine bestimmte Ausdrucksweise zu verwenden
* Erfahrungen auszutauschen
* Dass sie erfasst haben, wie wichtig es ist mit den eigenen Kindern zu spielen
* Sich häufiger mit den eigenen Kindern zu unterhalten
* Organisierter zu sein
* Freundin und Gefährtin zu sein
* Geduld zu haben
* Sich für die eigenen Kinder zu entscheiden
* Etwas für die eigene Bildung zu tun und wieder zur Schule zu gehen
* Dass sie Rechte besitzen und diese auch einfordern
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+++Infobrief Februar 2004/März 2004+++
Zum diesjährigen Karneval gab es eine Veranstaltung in Caapora, dem Dorf, in dem der Kinderhof liegt: einen “Karnevalsschrei”. Die Jungen und Mädchen, die ErzieherInnen, PraktikantInnen, die Gemeinde von Capim de Cheiro und aus der Stadt nahmen aktiv teil. Die Kinder trommelten, tanzten auf Stelzen und folgten einem Umzug mit einer Riesenpuppe. Da die Veranstaltung von der Stadtverwaltung, der lokalen Radiostation und dem Schulamt unterstützt wurde, entstanden der Gruppe keine Kosten.
Die Arbeit auf der Straße läuft sehr gut und im Februar behandelten wir den Karneval mit dem Thema: “Gelegenheiten schaffen, um nicht an den Rand gedrängt zu werden.” Es gab einen Umzug durch die Hauptstraßen der Stadt gemeinsam mit 20 anderen Organisationen.
Am 29.3.2004 fand die Mitgliederversammlung von Rua e.V. im MALUMA-Raum in Weinheim statt. Unter anderem gab es einige Satzungsänderungen: Als Neuerung wurde in die Satzung die Möglichkeit, Untergruppen, etwa Ortsgruppen, zu bilden, aufgenommen. Diese Gruppen werden dann im Vorstand durch BeisitzerInnen vertreten. Außerdem sind der Vorsitzende, die Zweite Vorsitzende und der Kassenwart nun allein vertretungsberechtigt, da sich die bisherige Doppelvertretung als nicht praktikabel erwiesen hat.
Im Vorstand gab es ebenfalls einige Veränderungen. Carmen Schwinger und Kerstin Goutier gehören nicht mehr dem Vorstand an. Carmen Schwinger bleibt uns jedoch weiterhin als Ansprechpartnerin in Weinheim erhalten und Kerstin Goutier, die ja ursprünglich über die Solijugend Karlsruhe zu uns gestoßen ist, wird sich in Zukunft um den Konktakt zwischen den beiden Vereinen kümmern. Neue Zweite Vorsitzende ist Alexandra Widmann aus Heidelberg und Dritte Vorsitzende wurde Maren Jahn aus Freiburg bzw. Neckarhausen. Beide Studentinnen haben im Jahr 2003 einige Zeit bei Grupo Ruas e Praças verbracht und werden ihre Erfahrungen “vor Ort” nun in die Vorstandsarbeit einfließen lassen.
Am 13. März nahm Rua e.V. mit einem Infostand zu dem Familienprojekt an der Veranstaltung zum Weltfrauentag der weinheimer Grünen teil. Wir konnten dabei über 150 € an Spenden einnehmen.
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+++Infobrief Dezember 2003/Januar 2004+++
Wir waren an fünf Tagen auf den Weihnachtsmärkten in Weinheim und Mannheim vertreten, um zu informieren und Spenden zu sammeln. Außerdem verkauften wir Artikel für den Eine-Weltladen MALUMA.
In der Dezemberausgabe des Sozialmagazins (einer Fachzeitschrift für Soziale Arbeit) erschien ein vierseitiger Artikel von Michael Schwinger und Waltraud Sayed-Lenze von MALUMA über Grupo Ruas e Pracas in Recife.
Während des Monats Januar erlebten die Erzieher und Kinder in Brasilien eine sehr übertriebene Polizeiaktion, bei der die Polizisten in einigen Momenten ihre Autorität missbrauchten. Die Polizisten richteten bei einer Kontrolle der Personalien ihre Waffen sogar auf die Köpfe der Erzieher. Diese Momente erlebten auch die deutschen Praktikanten mit, denn es geschah nicht nur einmal und isoliert, sondern passierte in Boa Viagem, Pistinha (Santo Amaro), beim São José-Markt und auf dem Derby-Platz. Gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendrechterat (COMDICA) protestierte Grupo Ruas e Praças gegen dieses Vorgehen und erreichte eine öffentliche Anhörung im Staatsparlament.
Seit Januar 2004 leitet eine Erzieherin aus der Stadt die Arbeit auf dem Kinderhof Centro Educacional Vida Nova/Sitio. Es handelt sich dabei um Rosiane, die die Erzieher begleitet und gemeinsam mit dem dortigen Team die Arbeit plant. Besonderes Augenmerk hat sie auf die Landwirtschaft und die Fruchtfleischproduktion gelegt. Die Fruchtfleischfabrikation wurde erfolgreich wieder aufgenommen. Vor allem die Mädchen im Wohnprozess sind mit großem Enthusiasmus dabei und wir sind dabei, diese Aktivität auszuweiten.
Alle Kinder, die auf dem Hof wohnen, sind zum neuen Schuljahr in der Schule angemeldet.
Im Januar erlebte Brasilien eine Katastrophe, hervorgerufen durch starke Regenfälle, die vor allem Menschen mit niedrigem Einkommen, die in gefährdeten Gegenden leben, schädigte. Einige Häuser sind eingestürzt, Menschen starben, Städte wurden überflutet, Brücken stürzten ein und Felder wurden vernichtet. Die Regenfälle wurden als die stärksten der letzten zehn Jahre bezeichnet. Die Bundesregierung streitet sich mit den Staats- und Stadtverwaltungen wegen der Bürokratisierung der Mittelvergabe für die Hilfe für die Obdachlosen, die von der Solidarität der Bevölkerung und internationaler Hilfe abhängig sind.
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+++Infobrief Oktober 2003/November 2003+++
Am 8. und 9. Oktober fand das V. Folklore- und Tanzfestival von 20 Nichtregierungsorganisationen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten in Recife statt. Die Tanzgruppe von Grupo Ruas e Pracas führte den Formationstanz "Pastoril" auf. Grupo Ruas e Praças war einer der Organisatoren des Festivals.
Am 7. und 8. Oktober begann eine Reihe von Diskussionsveranstaltungen über die Arbeit mit Familien. Eine der Referentinen war Rejane Guedes, die Sozialarbeiterin, deren Arbeit von unserem Verein finanziert wird. Sie stellte die Methodik und Erfahrungen von Grupo Ruas e Praças vor.
Am 12.11.2003 hielt unser Vorsitzender Michael Schwinger einen Vortrag über Straßenkinder in Brasilien bei der Seniorenunion Weinheim.
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+++Infobrief September 2003+++
In einer schon lange nicht mehr dagewesenen Welle der Gewalt im Strandviertel Boa Viagem wurden 3 Jugendliche von einer Gruppe maskierter Männer entführt und hingerichtet. Die Leichen wurden südlich von Recife gefunden. Auch in der Innenstadt wurde ein betreutes Mädchen ermordet. Noch scheint es keine Spur der Mörder zu geben. Mit intensiven Ermittlungen seitens der Polizei ist leider kaum zu rechnen.
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+++Infobrief Mai/Juni 2003+++
Ein früher von Ruas e Praças betreuter Junge, der mittlerweile in der Verwaltung der städtischen Sozialstiftung LAR arbeitet wurde unschuldig verhaftet. Ihm wurde ein bewaffneter Raubüberfall vorgeworfen. Während des Verhörs wurde er geschlagen, die Polizisten steckten ihm einen Revolver in den Mund und drohten ihm mit Stromschlägen. Obwohl das Opfer des Raubes inzwischen ihre Aussage gegen ihn widerrufen hat, sitzt er seit über drei Wochen in Haft. Seine Entlassungspapiere irren durch die Bürokratie der Justizbehörden. Voraussichtlich wird er aus Angst keien Anzeige gegen seine Folterer auf der Polizeiwache erstatten.
Der Kinderhof Capim de Cheiro hat ein völlig neues Team. Das alte Team war zum Teil aus persönlichen Gründen ausgeschieden und zum Teil entlassen worden. Die Verwalterin war nach langer Krankheit verstorben. Die neuen Erzieherinnen und Erzieher sprudeln über vor Ideen und sind sehr engagiert.
Durch die Neuformulierung des brasilianischen Zivilgesetzbuches musste die Satzung der Gruppe neu verfasst werden. Dabei wurde auch ein externes (ehrenamtliches) Direktorium und ein Aufsichtsrat gewählt.
In der Tageszeitung Jornal do Commercio erschien ein Artikel über die ausländischen Praktikanten und Volontäre bei Ruas e Praças. Unser Verein wird darin auch erwähnt. Der Autor ist Marcelo, ein Journalist und Marketingstudent, der bei dieser Zeitung arbeitet und die Gruppe in PR-Angelegenheiten ehrenamtlich berät.
Am 18.6. fand das São João-Fest, das zur Maisernte gefeiert wird, auf dem Kinderhof Capim de Cheiro statt. Neben Speisen aus Mais gab es eine Liveband, die die typischen Tänze Forró und Quadrilha spielte, Lagerfeuer, spiele und Feuerwerk. Es nahmen die betreuten Kinder und Jugendlichen, deren Familienangehörige, Schulfreunde, Lehrerinnen, ehemalige Bewohner des Kinderhofes, Nachbarn und die Erzieherinnen und Erzieher teil.
Im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung von TEAR/Interage, einem Projekt verschiedener Hilfsorganisationen zur Organisationsentwicklung präsentierte die Gruppe ihre politische Arbeit und vor allem ihre Arbeit im städtischen Kinder- und Jugendhilferat COMDICA. Der Vortrag war ein großer Erfolg und es kamen bereits Anfragen mit der Bitte den Vortrag an anderer Stelle zu wiederholen. Solange, eine Erzieherin der Gruppe wurde für zwei Jahre in dieses GRemium gewählt und nimmt damit aktiv an den politischen Entscheidungsprozessen über die Kinder- und Jugendhilfe in Recife teil.
Die Stadt Recife hat die Finanzierung eines Teils der Arbeit auf der Straße für ein Jahr zugesichert.
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+++Infobrief April/Mai 2003+++
Die Tanz- und Musikformation der Straßenkinderbewegung von Pernambuco "Maracatû Naçao Movimento" kommt im Juni nach Deutschland und Österreich. Ein Teil der Jugendlichen wird von Grupo Ruas e Praças betreut. Tonho, der Leiter der Gruppe und Sprecher der Bewegung ist Erzieher bei Grupo Ruas e Praças. Der Tourplan ist auf der Seite der Kinderkulturkarawane zu sehen.
Erzieherinnen und Jugendliche der Gruppe nahmen an dem Kongress "Integration durch Kunst" teil. Die Veranstaltung soll den Auftakt zu einer Reihe von Seminaren zum Erfahrungsaustausch zwischen verschiedenen Einrichtungen und Projekten, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, bilden.
Der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) hat die Finanzierung eines Dokumentarfilmes über die Arbeit der Gruppe bewiligt.
Der Fußballworkshop der Gruppe wurde nach einer Pause wieder aufgenommen und erfreut sich großer Beliebtheit.
Im April konnten drei Jugendliche, die auf dem Kinderhof Capim de Cheiro wohnten, nach Hause zurückkehren, wo sie nun die Schule besuchen und nebenher arbeiten. Ihre Familien erhalten Lebensmittelpakete zur Unterstützung.
Am 1. Mai nahmen die ErzieherInnen, Kinder und Jugendlichen an der Maikundgebung der Straßenkinderbewegung mit viel Musik und Tanz teil. Sie stand unter dem Motto „Wir haben Hunger, wir wollen Essen“ in Anlehnung an das Regierungsprogramm „Fome Zero“ (= Null Hunger).
Der Muttertag wurde mit einem großen Treffen in der Gruppe gefeiert, bei dem gemeinsam ein Buch zu dem Thema gelesen und besprochen wurde. Bei Schokoladenkuchen tauschten sich die Mütter über ihre Erfahrungen aus.
Zwei Jungen, die auf dem Hof leben, haben eine Prüfung bestanden und konnten in die nächsthöhere Schulklasse wechseln.
Zu Hause in Deutschland nahmen wir mit einem Infostand an der Veranstaltung zum 1. Mai auf dem Marktplatz in Mannheim teil. Wir konnten dort über 160 € an Spenden einnehmen. Es kamen auch zahlreiche interessante Gespräche zu Stande. Somit war diese Veranstaltung sowohl finanziell als auch bezüglich der geknüpften Kontakte wesentlich erfolgreicher, als die in Weinheim, bei der wir bisher vertreten waren.
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+++Infobrief Februar/März 2003+++
Bei der Mitgliederversammlung von RUA e.V. wurde der gesamte Vorstand entlastet und wiedergewählt. Die Kassenprüfung ergab keine Beanstandungen.
Als zukünftige Unterstützungsprojekte wurden die Finanzierung der Familienhilfe bei GRP und der Aufbau eines Computerprojektes auf dem Bauernhof Capim de Cheiro beschlossen, den unser Vereinsvorsitzender Michael Schwinger betreuen wird.
Der Karnevalsumzug der Nichtregierungsorganisationen am 26.2. in Recife war ein großer Erfolg, der auch ein großes Presseecho hervorrief.
Am Weltfrauentag am 8.3. nahm die Gruppe gemeinsam mit anderen Gruppen, die mit Mädchen und Frauen arbeiten an einer weiteren Großveranstaltung teil.
Auf dem Bauernhof Capim de Cheiro fand ein großes Fest gemeinsam mit den Eltern der betreuten Kinder statt, bei dem den Eltern das Konzept der Einrichtung erklärt wurde und sie verloren gegangene Bande wieder neu knüpfen konnten.
Unser Vereinsvorsitzender Michael Schwinger befindet sich seit dem 16.3. wieder in Recife. Zu Beginn seines Aufenthaltes konnte er zahlreiche Sachspenden aus Deutschland überreichen und unterstützt seitdem den Aufbau des Computerworkshops in Capim de Cheiro.
Drei Kinder auf dem Kinderhof Capim de Cheiro können wahrscheinlich zur Jahresmitte in eine höhere Schulklasse wechseln.
In diesem Jahr wird der Hof zum ersten Mal seinen Eigenbedarf an Bohnen (Bestandteil fast jeder Mahlzeit) decken und keine mehr kaufen müssen.
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+++ Mitgliederversammlung am Mittwoch, den 5.2.2003+++
Am Mittwoch, den 5.2.2003 findet im MALUMA-Laden in der Marienkirche, im Lärchenweg in Weinheim um 19 Uhr unsere Mitgliederversammlung statt.
Auf der Tagesordnung stehen:
Jahresbericht des Vorsitzenden
Kassenbericht des Kassenwartes
Entlastung und Wahl des Vorstandes
Vorstellung der Homepage
Vorstellung der Unterstützungsprojekte für 2003
Planung der Aktivitäten für das Jahr 2003
Gäste, die sich für unseren Verein interessieren, sind herzlich wollkommen.
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+++Infobrief Januar 2003+++
Der Monat Januar stand unter den Mottos, die Freude am Leben und Karneval.
Alle Kinder und Jugendlichen im Wohnprozess auf dem Sitio Capim de Cheiro wurden in der Schule angemeldet. (Zu Schuljahresbeginn müssen die Schüler grundsätzlich angemeldet werden, d.h. die Anmeldung verlängert sich nicht automatisch nach Bestehen des letzten Schuljahres.) Die Kinder gehen jetzt in die Schule im Tal Capim de Cheiro direkt beim Hof und die Jugendlichen besuchen die Abendschule des Dorfes Caaporã. Unterrichtsbeginnbeginn ist der 10. Februar.
Zwei Jugendliche besuchen eine landwirtschaftliche Schule in Glória de Goitá. Sie nehmen dort an einem Kurs teil, in dem sie neben den normalen Schulkenntnissen auch landwirtschaftliche Kenntnisse vermittelt bekommen.
Auf dem Hof tragen die Papaya-, Mango- und Jackfruitbäume Früchte. Aus ihnen werden Fruchtfleisch(Konzentrat) und Süßigkeiten hergestellt. Gemeinsam verkaufen die Kinder und Erzieher diese Erzeugnisse auf dem Markt.
Die Wohnhäuser aus dem Wohnprozess werden momentan umgebaut und durch eine Küche ergänzt, so dass sich die Kinder und Jugendlichen in Zukunft ihr Essen in ihrem eigenen Haus kochen können. Hierdurch lernen sie, ihre Mahlzeiten zuzubereiten.
Im Gemüsegarten können nun Kopfsalat und Karotten geerntet werden. Außerdem wurden im Obstgarten neue Bananenstauden, Graviolabäume und Honigmelonen gepflanzt.
Zu Karneval werden die Kinder und Erzieher einen Umzug durch die Straßen von Caaporã machen und am 26.2. am Umzug des „Bloco Brincando e Frevando pela Paz“ (in etwa „feiernde und tanzende Karnevalsgesellschaft für den Frieden“) der Nichtregierungsorganisationen teilnehmen.
Das Thema lautet: „Não usem violência, nem como fantasía. Brinque na Paz, drogas jamais“. Dieses Motto beinhaltet einige Wortspiele und Reime, die in der Übersetzung schwer wiederzugeben sind: „Keine Gewalt, nicht einmal in der Phantasie/als Kostüm. Feiere in Frieden, nimm niemals Drogen.“ Dort werden auch die Familien der Kinder mitfeiern.
Während der Schulferien veranstalteten die Erzieher des Kinderhofes Capim de Cheiro einen Ausflug in die aufgrund ihrer erhöhten und damit „kühlen“ Lage als „brasilianische Schweiz“ bezeichnete Stadt Gravatá. Dort lernten die Kinder Wasserfälle und den Anbau von Blumen und Erdbeeren kennen. In Brasiliens Nordosten ist das Klima für bei uns als wärmeliebend bekannte Früchte, wie Erdbeeren oder Trauben in der Regel zu heiß. Sie gelten damit als mindestens so exotisch, wie für uns Mangos, Papayas etc..
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+++ Neuigkeiten aus Recife, Dezember 2002+++
Im Dezember fand wieder ein Familientreffen auf dem Hof Capim de Cheiro statt. Das Treffen diente auch der Reflexion über alles, was in diesem Jahr geschehen war. Den Vorschlag, dass die Kinder und Jugendlichen, die auf dem Hof Capim de Cheiro wohnen, Neujahr zu Hause verbringen könnten, fanden alle gut und so verbrachten alle Kinder das Fest bei ihren Familien. Bei der Rückkehr auf den Hof, berichteten fast alle, sie seien gut miteinander ausgekommen.
Die Arbeit auf der Straße drehte sich vor allem um Weihnachten. Die Kinder auf der Straße bastelten Weihnachtsdekoration für den Capim de Cheiro, wo sie an der Weihnachtsfeier teilnahmen. An der Feier nahmen die Kinder, ihre Familien, die Erzieher und geladene Gäste teil. Es gab Vorführungen der Tanz- und der Percussionsgruppe und Ansprachen von Kindern und Müttern. Nach den Aufführungen wurde getanzt, gespielt und alle nahmen an dem großen Festmahl teil.
Zwei der Bewohner von Capim de Cheiro kehrten ganz zu ihren Familien zurück, die nun weiterhin besucht und betreut werden.
Leider gab es aber auch sehr traurige Nachrichten, denn zwei Kinder, die von der Gruppe betreut wurden, wurden in der Favela von Santo Amaro ermordet, als sie ihren Leim (Droge) kaufen wollten und ein Jugendlicher starb nach einem Verkehrsunfall im Krankenhaus.
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